Die Gesundheitsprüfung und ihre Bedeutung

Mit der Gesundheitsprüfung werden Versicherungsnehmer konfrontiert, die ihre Person absichern möchten. Der Begriff Gesundheitsprüfung hört sich schlimmer an, als er ist. Er bedeutet nichts anders, als das der Versicherungsnehmer Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten muss.

Wann müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden?

Fragen zur Gesundheit müssen immer dann beantwortet werden, wenn die eigene Person versichert werden soll, also bei Personenversicherungen. Zu diesen Versicherungen gehören die Krankenversicherung, die Lebensversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Unfallversicherung. Bei einigen Lebensversicherungen müssen keine Gesundheitsfragen beantwortet werden. Dafür fällt aber eine Wartezeit von meist drei Jahren an. Das heißt, dass die Versicherung in diesen drei Jahren im Versicherungsfall nicht leisten muss.

Warum findet eine Gesundheitsprüfung statt?

Da Versicherungsgesellschaften Wirtschaftsunternehmen sind, wollen sie durch die Gesundheitsprüfung das Risiko einschätzen können, welche Kosten der Versicherte verursachen könnte. Fehlen dem Versicherten beispielsweise vor Versicherungsbeginn mehrere Zähne, könnte er sie sich nach Versicherungsbeginn ersetzen lassen. Das bedeutet für den Versicherer einen Kostenfaktor. Denn je nach Tarif muss er einen bestimmten Prozentsatz für den Zahnersatz leisten. Ist das Kostenrisiko für die Versicherungsgesellschaft zu hoch, kann sie den Antrag ablehnen oder einen Risikoaufschlag verlangen.

Gesundheitsfragen immer wahrheitsgemäß beantworten

Natürlich ist es ärgerlich, wenn Vorerkrankungen bestehen, die zu einem Risikoaufschlag oder gar einem Ausschluss führen. Dennoch sollten alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet werden. Nimmt der Versicherungsnehmer die Gesundheitsfragen auf die leichte Schulter und beantwortet diese wissentlich falsch, kann es schlimme Konsequenzen haben. Denn kommt irgendwann heraus, dass vor Versicherungsbeginn eine Vorerkrankung bestand, die im Antrag nicht angegeben wurde, kann der Versicherungsnehmer seinen Versicherungsschutz verlieren. Also ist es ratsam, lieber alles anzugeben – auch wenn bestimmte Vorerkrankungen eher als Bagatelle angesehen werden – als nachher eine böse Überraschung zu erleben.
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