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Zusatzversicherungen für Laptops – sinnvoll oder Geldverschwendung?

Wer heute einen Laptop oder andere elektronische Geräte kauft, wird meist bereits beim Kauf auf die Möglichkeit einer Zusatzversicherung hingewiesen. Lohnen sich die Angebote oder sind sie eher unter Bauernfängerei zu verbuchen?

Fast jeder, der in den letzten Jahren einen Computer, Fernseher, Smartphone oder ähnliches Equipment erstanden hat, kennt die Angebote: „Verlängern Sie Ihre Garantie von zwei auf fünf Jahre!“ oder „Wir haften auch bei Diebstahl!“ sind die Slogans, mit denen Versicherungen und Elektronikmärkte den Käufer meist direkt beim Kauf konfrontieren. Wir wollen uns verschiedene Modelle näher ansehen und überprüfen, ob sie sich unter bestimmten Voraussetzungen lohnen können.

Das einfache Modell ist das oben bereits angedeutete, das meist direkt vom Verkäufer, also dem Elektronikgeschäft angeboten wird. Unkompliziert lässt sich die Gewährleistung auf das Gerät von den üblicherweise ein bis zwei Jahren auf drei, fünf oder sogar sieben Jahre ausweiten. Im Gegenzug ist direkt beim Kauf eine Einmalzahlung zu entrichten. Bei diesen Modellen sind insbesondere zwei Punkte zu beachten. Zum Einen: Lohnt sich die Verlängerung in Relation zum Kaufpreis des Artikels? Gerade bei Niedrigpreisartikeln, deren Lebenszyklus ohnehin nur wenige Jahre beträgt, steht eine Zusatzversicherung meist nicht im Verhältnis. Der andere Punkt ist das Kleingedruckte. Gibt es Ausnahmen von der Gewährleistung bei natürlichem Verschleiß, und wenn ja, welche? Bei Laptops sind das für gewöhnlich der Akku oder die Tastatur.

Letzteres gilt es auch beim zweiten Modell zu beachten. Dabei handelt es sich um eine Zusatzversicherung, die gewöhnlich monatlich entrichtet wird und unabhängig vom Alter des Geräts dazu gebucht oder gekündigt werden kann. Für einige Euro pro Monat weitet der Anbieter der Versicherung den Schutz von den durch die übliche Gewährleistung abgedeckten Fällen auf viele weitere aus, z.B. Diebstahl oder unsachgemäße Behandlung. Dies geht so weit, dass manche Versicherungen versprechen, immer zu bezahlen, solange kein Vorsatz vorliegt.

Nicht vernachlässigen sollte man in jedem Fall den Punkt Selbstbeteiligung, der bei manchen Anbietern eine wichtige Rolle spielt. So verlangen manche eine generelle Selbstbeteiligung in verschiedenen Höhen, die die Reparatur von kleineren Mängeln trotz Versicherung wieder unattraktiv macht. Andere verlangen bei „Ungeschicklichkeit“ eine Selbstbeteiligung, was aus juristischer Sicht nicht unbedingt ein glasklarer Begriff ist und darüber hinaus im schlechtesten Falle auch die Beweislast auf die Seite des Versicherungsnehmers legt.

Aus der Sicht eines Gewerbetreibenden ist natürlich auch immer wichtig, wie sich eine Anschaffung bzw. eine Versicherung steuerlich auswirkt. Während Privatpersonen hier keine Ansprüche geltend machen können, verhält es sich mit Zusatzversicherungen – beispielsweise auf die gesamte Notebook-Flotte eines Unternehmens – wie mit allen anderen Versicherungen, es greifen die allgemeinen Steuergesetze sowie das Handelsrecht. Das bedeutet, dass sich eine Versicherung, solange sie sich exakt auf ein Gerät bezieht, zu den Anschaffungskosten bzw. gegebenenfalls zu den nachträglichen Anschaffungskosten rechnen lässt. Daraus lässt sich dann – wie für ein Gerät ohne Versicherung – eine jährliche Abschreibungssumme ausrechnen, was den Abschluss einer Versicherung für ein Unternehmen somit noch attraktiver macht.

Unter dem Strich gilt es immer genau darauf zu achten, ob sich der Versicherungsschutz im Einzelfall lohnt. Wer beispielsweise ein High End Tablet Laptop wie das Lenovo Yoga 2 Pro anschafft, das zudem oft in einem geschäftlichen Umfeld und im Außendienst seinen Dienst verrichtet, kann guten Gewissens wenige Euro mehr bezahlen und diese zudem steuerlich geltend machen.

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